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Teppichböden eignen sich hervorragend für individuelle Produktallianzen.


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Der Tipp für Sie:
von Richard A. Kille.

Berufssachverständiger
Raumausstatter-Meister
staatlich anerkannt geprüfter
Bodenleger Leiter des IFR Köln.

Die Kollektionen von PVC-Design-Belägen beinhalten fast alle eine individuelle Musterpalette vorgefertigter Bordüren/Friese, zum Teil je nach Musterung mit entsprechenden Innen- und Außenecken.

Die handelsüblichen PVC-Design-Beläge zeigen eine Dicke von ca. 2,5 bis 3,0 mm, so dass bei Kombinationen mit Teppichböden, die eine mittlere Dicke von 6 und 8 mm aufweisen, eine Unterfütterung notwendig ist.

In unserem Beispiel haben wir 3,5 mm dicke Hartfaserplatten in Streifen geschnitten und zwar so, dass diese 0,5 mm schmaler sind als die Breite der Bordürenstreifen. Vorder- und Rückseite der Hartfaserstreifen sind dann mit Trockenklebstoff beschichtet worden. Bevor jetzt der Teppichboden innerhalb des Raumes verlegt wird, wurde die Lage der einzuarbeitenden Bordüren auf dem Untergrund festgelegt.

In den gewünschten Bereichen ist dann der vorbereitete Hartfaserstreifen verlegt/geklebt worden. Das hergestellte Material und benötigte Werkzeug-Equipment sehen Sie auf den Fotos 1 bis 3.

Zum Andrücken der mit Trockenklebstoff beschichteten Hartfaserstreifen, hat sich eine Furnierwalze bewährt, die bei Tischlern für die Herstellung von Kontaktklebungen bekannt ist.

So wird zunächst mit den Hartfaserstreifen das "Rohfries" verlegt und hierbei auch justiert um ein gleichmäßiges Erscheinungsbild zu bekommen, da nicht immer sichergestellt ist, dass die Raumwände im 90° Winkel zueinander stehen. Danach wird dann das Silikonpapier von dem oberseitig auf dem Hartfaserstreifen applizierten Trockenklebstoff entfernt und die PVC-Bordüre mittig aufgeklebt. (Foto 4)

Das Andrücken der PVC-Bordüre erfolgte ebenfalls mit der Furnierwalze.

Die Furnierwalze ist mit Hartgummi beschichtet, so dass Beschädigungen an der Oberfläche der PVC-Bordürenstreifen auszuschließen sind.

Ist die Bordüre innerhalb der Fläche des Raumes fertiggestellt, wird der ausgewählte Teppichboden vollflächig im Raum ausgelegt und so auch über die bereits zuvor geklebten Bordüren
(Foto 5).

Danach wird der Teppichboden wie gewohnt in entsprechender Fläche hochgenommen und auf dem Untergrund der zu verwendende Klebstoff aufgebracht.

Selbstverständlich ist entlang der Bordüren der Klebstoff sauber und bündig anzuarbeiten, ohne das einzelne Klebstoffnester entstehen.

Nach dem Anwalzen des Teppichbodens mittels Stahlwalze zeichnet sich bereits die Bordüre auf Grund der Dicke in der Oberfläche des Teppichbodens ab. Durch Abfühlen und Betasten ist so sehr schnell die Kante der Bordüre festzustellen.

Mit einem korrekt geführten Unterkantenschnitt, der am Besten bei Verwendung einer Bitex-Hakenklinge, d.h. einer Klinge mit großem Haken, durchgeführt wird, ist der Teppichboden bündig entlang der Bordüre beidseitig abzuschneiden (Fotos 6 u. 7).

Danach wird die Teppichbodenkonstruktion entlang der Bordürenkante angedrückt.

Wird ein Teppichboden verwendet, der innerhalb der Polschicht schlingenartige Noppen aufweist, hat sich das Nachschneiden mittels einer Trapezklinge als zweckmäßig gezeigt.

Auf diese Weise lassen sich verhältnismäßig einfach Bordüren/Friese in Teppichböden integrieren und jeweils individuell auf die Teppichbodendicke/-höhe anpassen (Fotos 8 u. 9). Die Wertschöpfung des Teppichbodens kann so deutlich durch die handwerkliche Leistung gesteigert werden.

Die dargestellte Anwendungstechnik hat sich bewährt und die Produktallianzen sind so vielfältig, dass sich auf diese Weise alle Arten von Bodenbelagmaterialien und so auch Steinböden, Parkett, Metall etc. einarbeiten lassen.

So richtig guten Komfort zeigt ein Teppichboden mit entsprechend hart-elastischer Unterlage, die auf jeden Fall dann notwendig ist, wenn das Allianzprodukt, das in die Teppichbodenebenen integriert werden soll, deutlich dicker ist als der Teppichboden.


Haben Sie einen Tipp für uns?

Wenn ja, geben Sie uns Hinweise und schicken die Informationen an
ifr@kille-koeln.de

IFR Sachverständigenbürogesellschaft für Fußbodentechnik und Raumausstattung mbH
Pestalozzistraße 23
D-50767 Köln
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