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Gibt es eigentlich noch Tipps beim Verlegen von Teppichböden, die wir Ihnen noch nicht genannt haben?


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Der Tipp für Sie:
von Richard A. Kille.

Berufssachverständiger
Raumausstatter-Meister
staatlich anerkannt geprüfter
Bodenleger Leiter des IFR Köln.


Vermeidung von Fehlschnitten durch Verrutschen des Stahllineals bzw. der Teppichschiene

Der Tipp für Sie:

Immer wieder kommt es leider vor – und ist ein entsprechendes Ärgernis –, wenn beim Schneiden einer Naht von z. B. Nadelvlies-Bodenbelägen während des „Doppelschnitts" das Stahllineal bzw. die Teppichschiene verrutscht und der Schnitt die lineare Richtung verliert.

Stahllineale und Teppichschienen sind im Regelfall auf der Ober- wie auch Unterseite glatt und lassen sich auf der Oberfläche eines Nadel-/Polvliesbelags deshalb manchmal wie ein Bügeleisen hin und her schieben. Diese Eigenschaft bringt abgesehen vom Vorteil des leichteren Weiterschiebens nur Nachteile mit sich. So passiert es häufig, dass während des Schneidens die Anlage verrutscht.
Wir haben nach verschiedenen Möglichkeiten gesucht, ein Stahllineal oder eine Teppichschiene so auszustatten, dass sich bei der praktischen Anwendung durch einen Bodenleger während der Schnittführung nichts mehr verschiebt. Das Probieren und Praktizieren führte nach unserer Auffassung zu einem optimalen Ergebnis.

Stahllineale, am besten mit einer Fase ausgestattet, gibt es überwiegend in Längen von 200 cm, wobei flexible Teppichschienen mit gefalzter Kante im Regelfall bis zu 400 cm lang sind. Die Fußbodenbranche führt im Handel Anti-Rutsch-Streifen als Unfallschutz für Fußböden. Auch bei Treppenkanten finden diese Anti-Rutsch-Streifen Verwendung. Die Anti-Rutsch-Streifen sind als Rollenware in Breiten von 19, 25 und 50 cm wie auch in 152 mm Breite selbstklebend erhältlich.

In einfacher Art und Weise haben wir diese Anti-Rutsch-Streifen auf der Rückseite eines Stahllineals appliziert (Fotos 1 und 2). Wird dieses Lineal auf die Oberfläche von textilen Bodenbelägen und hier insbesondere Nadel- und Polvliesbelägen gelegt (Foto 3), ist die Gleitfähigkeit derart herabgesetzt, dass ein Bodenleger alleine, ohne besonderen Kraftaufwand und ohne besondere Anstrengung das Stahllineal als Anschlag für das MOZART „Allegro"-Messer verwenden kann, ohne dass es zum gefürchteten Verrutschen oder Verschieben kommt (Foto 4). Bei der Anwendung und Praktizierung des Stahllineals mit Rutschbremse kann sich der Bodenleger voll und ganz auf den sauberen Nahtschnitt konzentrieren und erzielt so hervorragende Ergebnisse.

Zu beachten ist, dass mit Rutschbremse ausgestattete Stahllineale und Teppichschienen nicht mit Gewalt auf der Oberfläche textiler Bodenbeläge hin- und hergeschoben werden sollten, da es dann zu Aufrauungen z. B. von Schlingenpolnoppen oder auch Nadelvlies-Bodenbelagoberflächen kommen kann.

Ein optimaler Nahtschnitt ist bei textilen wie auch elastischen Bodenbelägen möglich und notwendig. Hierbei gilt die Devise (insbesondere bei textilen Bodenbelägen): „Niemals einem Kunden versprechen, dass man Nähte nicht sieht." Nähte bei textilen Bodenbelägen sind auch nach fachgerechter Ausführung, in Abhängigkeit der Art und Beschaffenheit des textilen Bodenbelags, unterschiedlich sichtbar.

Wie Nähte bei Nadelvlies-Bodenbelägen geschnitten werden können, um der Entstehung von Fugenbildungen vorzubeugen und diese einzugrenzen, erhalten Sie als Tipp im nächsten CUT-Brief..


Haben Sie einen Tipp für uns?

Wenn ja, geben Sie uns Hinweise und schicken die Informationen an
ifr@kille-koeln.de

IFR Sachverständigenbürogesellschaft für Fußbodentechnik und Raumausstattung mbH
Pestalozzistraße 23
D-50767 Köln
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