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BAUHERREN UND VERBRAUCHER PROFITIEREN GEMEINSAM MIT DEM HANDWERK
Das Klagen über "kaputte Preise" bei Teppichböden ist nicht neu. Ursache hierfür ist weniger die Qualität der Teppichböden, sondern vielmehr die Tatsache, dass nahezu jeder Heimwerker in der Lage ist, einen Teppichboden von Wand zu Wand zu verlegen, insbesondere im privaten Wohnbereich.
Um sich nicht nur auf den Preis reduzieren zu lassen, müssen die etablierten Handwerksbetriebe ihren Kunden einen Mehrwert anbieten. Daher gilt: Geben Sie Ihrer Leistung ein Gesicht!
Der Kunde erwartet mehr als nur die eine oder andere Teppichbodenqualität in verschiedenen Farbstellungen vorgelegt zu bekommen und auf die technischen Daten und Eigenschaften hingewiesen zu werden. Der Bauherr eines Einfamilienhauses oder der Eigentümer einer Wohnung sucht nach Rat und Hilfe auch bei der wohnlichen Gestaltung seines Zuhauses.
Ihre Aufgabe ist es, Ihr gesamtes Leistungspotenzial dem Kunden zu offerieren. Mehrwert und Wertschöpfung für den Kunden sind gefragt und für Sie bedeutet Wertschöpfung gleichzeitig Rendite.
Was der Kunde wünscht!
Gemäß der Grundrissskizze soll nach Zusammenlegung von zwei Räumen zu einem großen Raum die Neuverlegung eines Bodenbelages erfolgen.
Bereits zu diesem Zeitpunkt muss die umfassende Beratung des Kunden durch den Handwerksbetrieb beginnen. Dabei ist die Auswahl des geeigneten Bodenbelages genauso wichtig wie der Hinweis der Verwendung von Dämmunterlagen, Intarsien-Arbeiten oder die Möglichkeit der Kombination mit anderen Bodenbelägen. Auch die vorgesehene Möblierung ist zu beachten.
Ausgewählt hat der Kunde die ihm präsentierte Teppichbodenqualität "Flash - duraAir®", einerseits aufgrund der langflorigen Struktur und andererseits aufgrund des Zusatznutzens, gesundheitsschädliche Stoffe, wie zum Beispiel Formaldehyd, Nikotin und insgesamt unangenehme Gerüche, völlig oder teilweise in unkritische Bestandteile der Luft, wie Wasserdampf und Kohlendioxyd, umzuwandeln und abzubauen.
Den Ausschlag für die Auswahl der Teppichbodenqualität ergab die Strapazierfähigkeit mit der Klassifizierung 32 (gewerblich normal), einhergehend mit der Stuhlrolleneignung. Der Kunde wurde darauf hingewiesen, dass die Möglichkeit besteht, eine lose verlegbare, 4 mm starke Stabilisierungs- Dämmunterlage unter den Teppichboden zu legen. Neben dem Gehkomfort (softig weich) leistet eine solche Unterlage ein Trittschallverbesserungsmaß von rund 26 db.
Als Möblierung sind an den Längsseiten des Raumes große Schrankelemente vorgesehen.
Es wurde die Möglichkeit aufgezeigt, innerhalb des Raumes rundum ein breites Fries von circa 1 m, wahlweise aus Parkett oder einem elastischen Bodenbelagsmaterial zu wählen. Letztendlich kam der Steinboden "panDOMO" zum Einsatz. Die Abgrenzung des Teppichbodenspiegels auf
einer Größe von circa 200 x 500 cm wurde mit der Edelstahl-Schlüterschiene "E 10" realisiert.
Im Rahmen seiner Beratung erhielt der Kunde die Information, dass die Möglichkeit besteht, in die Teppichbodenfläche ein Beleuchtungssystem zu integrieren. Hierbei ist wichtig, den Kunden mit den für ihn relevanten Einzelkomponenten vertraut zu machen und ihn nicht mit allen verfügbaren Varianten zu konfrontieren. Dies beweist zum einen das Leistungspotential des Fachbetriebs bzw. des Bodenlegers, zum anderen ergab sich so aus Einzelkomponenten am Ende ein individuelles "Gesicht" des Fußbodens, über das der Kunde nun entscheiden konnte.
Vorgeschlagen wurde der Einsatz von "EYELEDS®", die auf der Grundlage der LED-Technologie eine maximale Einbaudicke von 7,5 mm, bei einem Durchmesser von 38,5 mm aufweisen.
Letztlich führten 2 Argumente zur Auftragserteilung: Zum einen die Möglichkeit, den Teppichboden ohne großen Zeitaufwand und Schmutzverursachung schnell auswechseln zu können und zum anderen die Option, bei Raumge- und Umgestaltungen (z.B. Frühjahr/Herbst) die Teppichbodenfläche farblich anzupassen.
Die Realisierung!
Nachdem der Fußboden für die Erstellung der Teppichbodenfläche vorbereitet worden war (Abb. 001), wurden die zu verwendenden Materialien ausgelegt.
Die lose verlegbare, 4 mm dicke Stabilisierungs- Dämmunterlage wurde ausgelegt (Abb. 002), wobei der passgenaue Anschnitt an die 10 mm hohe Edelstahlschiene mit einer Hakenklinge (Mozart Art.-Nr. 110.065) erfolgte. Dabei verblieb rundum eine Fuge von circa 1,0 mm.
Im Anschluss daran erfolgte die Verlegung des Teppichbodens, inklusive genauem Anschnitt an die Schlüterschiene. (Abb. 003)
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Danach wurde die Teppichbodenfläche circa zur Hälfte zurückgeschlagen/ hochgenommen und ein Streifen von etwa 20 cm Breite und 4 m Länge im äußeren Viertel der Teppichbodenfläche gekennzeichnet. Entlang der Markierung wurde der Teppichbodenstreifen mit einer Halbmondklinge (MOZART Art.-Nr.160.065) herausgeschnitten. (Abb. 004 und 005)
Der herausgeschnittene Teppichbodenstreifen wurde als Schablone genutzt, (Abb. 006) um einen roten, langflorigen Akzentstreifen zu konfektionieren, in den die LED-Leuchten integriert werden sollten.
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Entsprechend der gewünschten Position der LED-Beleuchtungskörper EYELEDS® wurden die Markierungen an der Rückseite des Teppichbodenstreifens angebracht und mittels Kreisschneider die Aussparungen geschnitten. Es empfiehlt sich zunächst anhand eines Reststückes zur Probe die Aussparungen zu schneiden, um die Funktion der Verlegeplatten und Klemmringe auszuprobieren. (Abb. 007)
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Auf diese Weise wurden innerhalb des farblichen Akzentstreifens des Teppichbodens 20 LED's (EYELEDS®) positioniert. (Abb. 008, 009, 010, 011, 012)
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Nach der Montage aller LED-Lampen wurde der Teppichboden-Akzentstreifen in die Aussparungen der umgeschlagenen Teppichbodenfläche eingefügt und mit doppelseitigem Klebeband fixiert.
Das überschüssige Kabelmaterial wurde in Wellenform am doppelseitigen Klebeband angedrückt und die Gesamtfläche mit Renoviervlies abgedeckt bzw. abgeklebt. (Abb. 013)
Durch die 4,0 mm dicken Dämmunterlagen und die langflorige Struktur des Teppichbodens fällt das dünne Kabel der LED-Leuchten nicht auf. (Abb. 014)
Das Ergebnis dieses Projektes ist ein Raum, dessen Wohnqualität durch fachmännische Beratung und Umsetzung weit über das hinausgeht, was ein einfach verlegter Teppichboden geboten hätte.
Die Möglichkeit dieser "Vollausstattung" einer Fußbodenfläche besteht natürlich nicht immer, wobei in diesem Fall das Potenzial aber auch noch nicht ausgeschöpft wurde, denn Sockelsysteme und Schmutzfangschleusen sind durchaus weitere mögliche Bestandteile einer Bodengestaltung.
Mehr zu diesem Projekt und dem Thema "Höchste Zeit für Wertschöpfung - mit Teppichböden vernünftige Renditen erwirtschaften" erfahren Sie auf der Domotex 2006 im Forum Handwerk Halle 8.
Lieferantennachweis:
Steinboden:
ARDEX GmbH, Friedrich-Ebert-Straße 45, D-58453 Witten-Annen
Teppichboden:
Dura Tufting GmbH, Frankfurter Straße 62, D-36043 Fulda
Dämmunterlage:
Maltzahn KG, Oststraße 8, D-48301 Nottuln
Metallprofil:
Schlüter Systems GmbH, Schmölestraße 7, D- 58640 Iserlohn
LED's:
Michael Börger Lichtpartner Willingen, In der Bärmecke 5a, D-34580 Willingen
Messer und Klingen:
MOZART AG, Schmalzgraben 15, D-42655 Solingen
Haben Sie einen Tipp für uns?
Wenn ja, geben Sie uns Hinweise und schicken die Informationen an
ifr@kille-koeln.de
IFR Sachverständigenbürogesellschaft für Fußbodentechnik und Raumausstattung mbH
Pestalozzistraße 23
D-50767 Köln |
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© MOZART AG
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